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Kardinal König Akademie

Die Palliativ-Bildungsangebote der Kardinal König Akademie als trägerübergreifendes Forum sind nicht ausschließlich versorgungs-, d.h. medizinisch-/pflegeorientiert. Ziel der Aus- und Weiterbildung der TeilnehmerInnen ist nicht nur die Aneignung hoher Fachkompetenz, sondern auch die Reflexion der eigenen Werte und Einstellung.

Die Kardinal König Akademie ist dem Kardinal König Haus, dem Bildungszentrum der Jesuiten und der Caritas, angeschlossen und kann dadurch entsprechende Rahmenbedingungen und die Infrastruktur eines modernen Bildungshauses mit vollausgestatteten Seminarräumen, Küche und Übernachtungsmöglichkeiten anbieten.

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Zur (Hintergrund-)Geschichte der Kardinal König Akademie
für Hospiz und Palliative Care

  • 1987 kam es – entscheidend angeregt von Sr. Mag. Hildegard Teuschl CS zur Begegnung mit der Hospizbewegung in England, Frankreich und  Deutschland. Aus diesen Anregungen und Exkursionen entwickelten sich erste Umsetzungsschritte der Hospizarbeit für Österreich.
  • Die Hospizbewegung in Österreich hat sich von Beginn an wesentlich über die Bildungsarbeit entwickelt: Es wurden Seminare und Kurse entwickelt – zunächst für FamilienhelferInnen (im Rahmen des Caritas Ausbildungszentrums in der Seegasse, 1090 Wien) sowie erste Einführungskurse („Begleitet Sterben“) und berufsübergreifende Lehrgänge für Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung im Bildungshaus der Jesuiten in Wien-Lainz, wo Sr. Hildegard seit 1975 auch als Mitarbeiterin in der kirchlichen Bildungsarbeit tätig war.
  • 1987 wurde – auf Anregung von Dr. Paul Becker (Bingen/D.) und Prim. Dr. Erich Aigner – auch in Österreich die IGSL (Internationale Gesellschaft für Sterbebegleitung und Lebensbeistand) gegründet, die unter anderem mit der Verbreitung der „Willenserklärung“ (Patientenverfügung) eine stärkere Thematisierung und gesellschaftliche Auseinandersetzung mit den Fragen an den Lebens-Grenzen angeregt hat.
  • 1989 entsteht das erste Mobile Hospizteam (der Caritas) in Wien, deren Mitbegründerin Sr. Hildegard Teuschl CS war. In der Folgezeit kam es – wesentlich durch die Initiative von Sr. Hildegard zu zahlreichen Hospizgründungen in verschiedenen Bundesländern. Zugleich wurden die Kurse und Lehrgänge zu Hospizarbeit und Palliative Care, die im Bildungshaus Lainz entwickelt und durchgeführt worden waren, bundesweit „multipliziert“ - seit 1991 gemeinsam mit Dr. Christian Metz.
  • 1993 Gründung des Dachverbands HOSPIZ ÖSTERREICH, dessen langjährige Vorsitzende Sr. Hildegard Teuschl (bis 2008) war, mit Sitz (bis 2005) im Bildungshaus Lainz  (seit 1998 ‚Kardinal König Haus’).
  • 1998 Durchführung des ersten Interdisziplinären Palliativlehrgangs in Österreich gemeinsam mit dem IFF (damals Interuniversitäres Institut für Forschung und Fortbildung der Universitäten Klagenfurt, Innsbruck, Graz und Wien, heute: Abteilung für Palliative Care und OrganisationsEthik der IFF-Fakultät der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt). Dieser Master of Advanced Studies (Palliative Care) erhielt im Dezember 1999 als Internationaler Universitätslehrgang Palliative Care vom BM. f. Wissenschaft und Kunst das Öffentlichkeitsrecht verliehen. Das Leitungsteam dieses berufsübergreifenden Lehrgangs bestand aus Prof. Dr. Andreas Heller, Dr. Stein Husebö, Peter Fässler-Weibel, Dr. Christian Metz, Johanna Pichlmayer, Sr. Mag. Hildegard Teuschl CS.
  • 1999 Gründung der KARDINAL KÖNIG AKADEMIE in Wien-Lainz [mit den   Abteilungen Sozialmanagement u. Palliative Care], Sr. Hildegard Teuschl CS als Vorsitzende des "VEREINS Kardinal König Akademie" (bis Jänner 2005).
  • Juni 2005 Übergabe der Verantwortung für die Palliative Care Weiterbildung an der Kardinal König Akademie an Dr. Christian Metz.